Der Ursprung von Matcha
Matcha hat seinen Ursprung in China während der Tang- und Song-Dynastie. Damals wurden Teeblätter zunächst gedämpft, gepresst und in Blöcken getrocknet, um sie haltbarer zu machen. Zur Zubereitung wurden diese Blöcke geröstet, pulverisiert und anschließend mit heißem Wasser aufgeschlagen. Diese frühe Form von Pulvertee gilt als Vorläufer des heutigen Matcha.
Im 12. Jahrhundert brachte der japanische Zen-Mönch Eisai sowohl Teesamen als auch die Zubereitungsmethode des Pulvertees von einer Reise nach China nach Japan und die koreanische Halbinsel Südkorea. Er empfahl den Tee als „Elixier für Geist und Körper“, da er den Geist wach und gleichzeitig ruhig hält – eine perfekte Unterstützung für lange Meditationsphasen.
Während die Tradition des Pulvertees in China bald in Vergessenheit geriet, bewahrten die Japaner und Südkoreaner sie und verfeinerten sie. Dort entwickelte sich Matcha im Laufe der Jahrhunderte zu einem festen Bestandteil der Kultur. Besonders im 16. Jahrhundert, durch den Einfluss des Tee-Meisters Sen no Rikyū, wurde Matcha zum Mittelpunkt der japanischen Teezeremonie. Diese Zeremonie verband Einfachheit, Ästhetik und Spiritualität und stand als Symbol Symbol für Achtsamkeit und innere Ruhe.
Zunächst blieb Matcha ein Luxusgut, das vor allem Samurai und Adlige genossen. Erst im Laufe der Zeit verbreitete er sich weiter in der Gesellschaft. Bis heute stammen die bedeutendsten Anbaugebiete in Japan aus den Regionen Uji, Nishio, Kagoshima und Shizuoka. In Südkorea in Boseong (Provinz Jeollanam-do), auf der Insel Jeju und in den Regionen Hadong und Gangjin, die für ihr mildes Klima, fruchtbare Böden und den häufigen Nebel bekannt sind. Die Böden vulkanischen Ursprungs, das Klima an der Küste und der Einfluss koreanischer Teekultur verleihen ihm einen unverwechselbaren Charakter.
Anbau
Der Anbau von Matcha ist besonders aufwendig und unterscheidet sich deutlich vom herkömmlichen Grüntee. Die Teesträucher wachsen in ausgewählten Regionen Japans und Südkoreas, unter anderem in Uji, Nishio, Kagoshima und Shizuoka in Japan und in Jeju, Hadong und Gangjin in Südkorea, wo Klima und Boden ideale Bedingungen bieten.
Etwa drei bis vier Wochen vor der Ernte werden die Teefelder mit speziellen Netzen oder Bambusmatten beschattet. Durch den verringerten Lichteinfall verlangsamt sich das Wachstum der Blätter. Gleichzeitig produzieren die Pflanzen mehr Chlorophyll und Aminosäuren, vor allem L-Theanin. Dies führt zu der intensiv grünen Farbe und dem charakteristisch milden, leicht süßlichen Geschmack von Matcha.
Ernte
Geerntet werden vor allem die jungen, zarten Blätter der ersten Pflückung im Frühjahr, da sie besonders aromatisch und frei von Bitterstoffen sind. Die frisch geernteten Blätter werden direkt nach der Ernte schonend mit heißem Dampf behandelt. Dieser Prozess verhindert die Oxidation, erhält die grüne Farbe und bewahrt die wertvollen Inhaltsstoffe.
Anschließend werden die Blätter getrocknet und von Stielen sowie Blattrippen befreit. Das so entstehende Blattmaterial wird als „Tencha“ bezeichnet. Nur Tencha eignet sich für die Herstellung von Matcha.
Der letzte Schritt ist die Vermahlung. Traditionell geschieht dies in Granitsteinmühlen, die sich sehr langsam drehen. Dadurch wird eine Überhitzung vermieden, die den feinen Geschmack und die Nährstoffe beeinträchtigen könnte. Eine Mühle produziert auf diese Weise nur etwa 30 bis 40 Gramm Pulver pro Stunde. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich feines Pulver mit einer samtigen Textur und einem unvergleichlich frischen Aroma.
Qualität
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Beschattung der Teesträucher vor der Ernte. Je länger die Pflanzen im Schatten stehen, desto höher ist der Gehalt an Chlorophyll und Aminosäuren.
Die Farbe ist ebenfalls ein wichtiger Qualitätshinweis: Premium-Matcha leuchtet intensiv grün, während minderwertige Qualitäten oft einen gelblichen oder bräunlichen Ton haben. Ebenso unterscheiden sich Textur und Geschmack: Feiner Matcha ist samtig, leicht süßlich und mild, während günstigeres Pulver gröber ist und deutlich bitterer schmeckt.
Perfekte Zubereitung
Die traditionelle Zubereitung von Matcha folgt bis heute der japanischen Teezeremonie. Streichen Sie das Pulver zunächst durch ein feines Sieb, damit es keine Klümpchen gibt. Danach gießen Sie es mit etwa 70 bis 80 Grad heißem Wasser auf. Mit einem Bambusbesen, dem sogenannten Chasen, schlagen Sie den Tee im Zickzack oder in M-Form (nicht kreisend) in schnellen Bewegungen cremig auf, bis ein feiner Schaum entsteht. So erhalten Sie einen intensiv grünen, samtigen Tee, den Sie pur oder mit Milch beziehungsweise Pflanzendrink als Matcha Latte genießen können. Moderne Varianten sind auch die erfrischenden Iced Matcha Lattes oder kreative Rezepte wie Matcha-Desserts, Energy-Balls und Smoothies.
Wussten Sie schon, dass ...
... dass Hadong (Südkorea) zu den traditionsreichsten Teeanbaugebieten Koreas gehört?
Mit staatlicher Unterstützung entstand dort eine moderne Teefabrik, um den Bauern den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Lange Zeit beschränkte sich der Vertrieb jedoch fast ausschließlich auf den koreanischen Markt und kleine Mengen innerhalb Asiens.
Unser Liefernat hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, den Produzenten neue Absatzmöglichkeiten zu eröffnen und die besondere Qualität des Hadong-Matcha international bekannt zu machen.
Die Region selbst ist nur wenig industrialisiert, gilt aber als eines der bedeutendsten Teeanbaugebiete Koreas. Eingebettet in eine malerische Landschaft, ist Hadong nicht nur für seinen Tee berühmt, sondern auch als Ort der Ruhe – ein Rückzugsort fernab der Großstädte.
Selbstgemachtes Matchaeis
Zutaten (4 Portionen):
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200 g griechischer Joghurt oder veganer Joghurt
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2–3 TL Honig oder Agavendicksaft
1 TL Matcha
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille (optional)
- Optional: frische Beeren oder Nüsse als Topping
Zubereitung:
- Joghurt, Honig und Matcha in einer Schüssel cremig verrühren.
- Die Masse in kleine Eisförmchen oder Schälchen füllen.
- Für mindestens 3 Stunden ins Gefrierfach stellen.
Vor dem Servieren kurz antauen lassen und mit Beeren oder Nüssen garnieren.
Matcha-Energy-
Balls
Zutaten (4 Portionen):
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100 g entsteinte Datteln
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50 g Mandeln (oder Cashews)
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30 g Haferflocken
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1–2 TL Matcha
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Optional: 1 TL Kokosöl für mehr Bindung
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Zum Wälzen: Kokosraspeln oder etwas Matcha
Zubereitung:
- Datteln, Mandeln und Haferflocken in einem Mixer fein zerkleinern.
- Matcha hinzufügen und alles zu einer formbaren Masse mixen.
- Mit den Händen kleine Kugeln rollen.
- Kugeln nach Wunsch in Kokosraspeln oder Matcha-Pulver wälzen.
- Im Kühlschrank aufbewahren – dort halten sie sich 5–7 Tage.
Klassischer Matcha
Latte
Zutaten (1 Portion):
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1–2 g Matcha (ca. ½–1 TL)
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70 ml heißes Wasser (ca. 75 °C)
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200 ml Milch oder Pflanzendrink (z. B. Hafer, Soja, Mandel)
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Süße nach Belieben (z. B. Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup)
Zubereitung:
- Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale sieben.
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Mit dem heißen Wasser aufgießen und mit einem Bambusbesen (Chasen) schaumig schlagen.
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Milch oder Pflanzendrink erhitzen und aufschäumen.
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Matcha in eine Tasse geben und mit der aufgeschäumten Milch aufgießen.
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Nach Belieben süßen und sofort genießen.
Zertifiziert & nachhaltig – unser Qualitätsversprechen
Matcha von Bode Naturkost stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und trägt selbstverständlich das EU-Bio-Siegel. Das garantiert den Verzicht auf synthetische Pestizide, chemische Düngemittel und Gentechnik – vom Anbau bis zur Verpackung.
Unsere Lieferketten sind transparent, unsere Partnerbetriebe regelmäßig geprüft und nach anerkannten Standards zertifiziert (z. B. Bio, IFS – je nach Herkunft). So stellen wir sicher, dass Umwelt, Mensch und Produkt in Einklang stehen.
Nachhaltigkeit endet für uns nicht auf dem Feld: Wir setzen auf ressourcenschonende Verpackungen, direkte Transportwege und eine konsequent ökologische Ausrichtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau bis ins Lager.